Strafverfahren am Landesgericht St. Pölten: Bewährung
Strafverfahren am Landesgericht St. Pölten: 16 Monaten auf Bewährung
In einem Strafverfahren wegen schweren gewerbsmäßigen Diebstahls hatte sich ein 34-jähriger Mann vor dem Landesgericht St. Pölten zu verantworten. Die Verteidigung übernahm Strafverteidiger Mag. Normann Hofstätter.
Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, als stellvertretender Filialleiter eines Sportgeschäfts zwischen April 2022 und März 2024 zahlreiche Waren entwendet zu haben. Darunter befanden sich insbesondere E-Bikes, aber auch Tennisschläger, Ski und Sportbekleidung. Der Wert der entwendeten Waren belief sich laut Medienbericht auf rund 140.000 Euro. Ein Teil der Gegenstände wurde weiterverkauft oder verschenkt.
Vor dem Landesgericht St. Pölten bekannte sich der Angeklagte zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen schuldig. Im Verfahren schilderte die Verteidigung auch die persönliche Entwicklung, die zu den wiederholten Taten geführt hatte. Strafverteidiger Normann Hofstätter verwies darauf, dass sein Mandant in eine Spirale geraten sei und die wiederholten Zugriffe aufgrund der vorhandenen Möglichkeiten zunehmend einfacher geworden seien.
Das Landesgericht St. Pölten verhängte schließlich eine Freiheitsstrafe von 16 Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe von 3.000 Euro. Darüber hinaus wurden Schadenersatzansprüche zugesprochen.
Der Fall zeigt, welche Bedeutung neben der rechtlichen Beurteilung der Tat auch die konkrete persönliche Situation des Beschuldigten und eine entsprechend aufgebaute Verteidigungsstrategie für das Strafverfahren haben können.
Mag. Normann Hofstätter ist als Strafverteidiger in Wien und Niederösterreich tätig und vertritt Beschuldigte und Angeklagte unter anderem in Strafverfahren vor dem Landesgericht St. Pölten.
Quelle: Kronen Zeitung, 3. Mai 2026, „Mit gestohlenen E-Bikes Luxusleben finanziert“